Infrarotheizung vs. Konvektor: Die echten Unterschiede bei Technik, Komfort und Kosten

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Wenn du mit Strom heizen willst, stehst du schnell vor der Frage: Infrarotheizung oder Konvektor? Beide Geräte sehen oft unscheinbar aus, funktionieren aber technisch völlig unterschiedlich. Genau diese Unterschiede entscheiden darüber, wie warm sich ein Raum anfühlt und wie effizient du heizt.

Viele vergleichen nur die Wattzahl oder den Preis. Entscheidend ist aber, wie die Wärme im Raum verteilt wird und wie dein Gebäude aufgebaut ist. Eine falsche Entscheidung kann dazu führen, dass es sich trotz laufender Heizung nicht richtig gemütlich anfühlt.

Wenn du verstehst, wie beide Systeme arbeiten, kannst du viel gezielter entscheiden. Dann weißt du, welche Lösung zu deinem Raum, deinem Nutzungsverhalten und deinem Budget passt.

TL;DR – Das Wichtigste in Kürze

  • Infrarotheizung erwärmt Flächen und Personen (Strahlungswärme).
  • Konvektor erwärmt die Raumluft (Konvektionswärme).
  • Infrarot fühlt sich direkter und gleichmäßiger an.
  • Konvektoren reagieren schnell, bewegen aber Luft.
  • Der Stromverbrauch hängt stark vom Gebäude und der Nutzung ab.

Funktionsprinzip im Vergleich: Strahlungswärme vs. Konvektionswärme

Infrarotheizung und Konvektor im Vergleich – Strahlungswärme vs. Konvektionswärme im Wohnzimmer
Links Strahlungswärme einer Infrarotheizung, rechts Luftzirkulation durch einen Konvektor.

Der größte Unterschied liegt im physikalischen Prinzip.

Eine Infrarotheizung arbeitet mit Strahlungswärme. Sie erwärmt nicht zuerst die Luft, sondern feste Oberflächen wie Wände, Möbel und deinen Körper. Das funktioniert ähnlich wie Sonnenstrahlen an einem kühlen Tag.

Ein Konvektor arbeitet anders. Er erwärmt die Luft, die durch das Gerät strömt. Die warme Luft steigt nach oben, kühlt ab und sinkt wieder nach unten. So entsteht eine ständige Luftbewegung im Raum.

Kurzvergleich:

MerkmalInfrarotheizungKonvektor
ErwärmtFlächen & KörperRaumluft
LuftbewegungKaumDeutlich vorhanden
ReaktionszeitDirekt spürbarLuft muss erst warm werden

Beide Systeme nutzen Strom direkt zur Wärmeerzeugung. Der Unterschied liegt also nicht im Wirkungsgrad des Geräts, sondern in der Art der Wärmeverteilung.

Wärmegefühl und Raumklima: Wie unterschiedlich fühlt sich die Heizart an?

Strahlungswärme fühlt sich intensiver an. Du spürst die Wärme direkt auf der Haut, selbst wenn die Raumluft noch nicht stark erwärmt ist. Viele empfinden das als angenehmer und natürlicher.

Beim Konvektor wird hauptsächlich die Luft erwärmt. Das kann dazu führen, dass es unter der Decke wärmer ist als auf Sitzhöhe. Außerdem entsteht durch die Luftzirkulation eine leichte Bewegung im Raum.

Typische Unterschiede:

  • Infrarot: Gleichmäßige Wärme auf Oberflächen
  • Konvektor: Schnelle Erwärmung der Raumluft
  • Infrarot: Weniger Staubaufwirbelung
  • Konvektor: Spürbare Luftströmung

In gut gedämmten Räumen können beide Systeme komfortabel sein. In schlecht gedämmten Altbauten kann Strahlungswärme Vorteile haben, weil sie Wände mit erwärmt und so das subjektive Kältegefühl reduziert.

Energieeffizienz und Stromverbrauch: Wo entstehen reale Unterschiede?

Beide Heizarten wandeln Strom nahezu vollständig in Wärme um. Der Unterschied liegt also nicht im Gerät selbst, sondern im Heizverhalten.

Bei Infrarotheizungen kannst du oft mit etwas niedrigerer Lufttemperatur auskommen, weil sich die Wärme direkter anfühlt. Das kann den Stromverbrauch senken.

Konvektoren reagieren schnell, kühlen aber auch schnell aus, sobald sie abgeschaltet werden. In Räumen mit häufigem Lüften kann das zu höheren Laufzeiten führen.

Wichtige Faktoren für den Verbrauch:

  • Dämmstandard des Gebäudes
  • Raumgröße und Deckenhöhe
  • Nutzungsdauer
  • Thermostat-Regelung

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass nicht die Heizart allein entscheidet, sondern vor allem Dämmstandard, Regelung und Nutzungsverhalten.

Anschaffung, Installation und Wartung: Aufwand und Voraussetzungen

Montage einer Infrarotheizung an der Wand, Konvektor als Standgerät im Raum
Wandmontierte Infrarotheizung und frei aufgestellter Konvektor im Vergleich.

Beide Systeme sind vergleichsweise einfach zu installieren.

Eine Infrarotheizung wird meist an Wand oder Decke montiert. Du brauchst einen geeigneten Stromanschluss und eine stabile Befestigung. Es gibt auch mobile Varianten.

Ein Konvektor ist oft als Standgerät erhältlich. Du stellst ihn einfach auf und steckst ihn ein. Das ist besonders flexibel, wenn du ihn nur zeitweise nutzt.

Wartungsaufwand:

  • Infrarot: Kaum Wartung, keine beweglichen Teile
  • Konvektor: Lüftungsschlitze regelmäßig reinigen

In beiden Fällen brauchst du keinen Schornstein, keine Wasserleitungen und keine komplexe Technik. Das macht elektrische Heizungen besonders interessant für Nachrüstungen oder einzelne Räume.

Einsatzbereiche und Gebäudetypen: Welche Heizung passt zu welcher Situation?

Infrarotheizungen eignen sich gut für:

  • Gut gedämmte Neubauten
  • Einzelräume wie Bad oder Büro
  • Räume mit hoher Decke

Sie können auch als Zusatzheizung sinnvoll sein.

Konvektoren passen gut zu:

  • Übergangszeiten im Herbst
  • Temporär genutzten Räumen
  • Schneller Aufheizung bei Bedarf

In schlecht gedämmten Gebäuden kann ein reiner Strombetrieb teuer werden. Hier sollte man genau rechnen oder über Hybridlösungen nachdenken.

Gesundheit, Staubentwicklung und Luftbewegung: Auswirkungen auf das Raumklima

Da Infrarotheizungen kaum Luft bewegen, wird weniger Staub aufgewirbelt. Das kann für Allergiker angenehmer sein.

Konvektoren erzeugen eine ständige Luftzirkulation. Dabei können Staubpartikel stärker im Raum verteilt werden. In normalen Wohnräumen ist das meist kein Problem, empfindliche Personen merken aber Unterschiede.

Auch das Feuchtigkeitsempfinden kann sich unterscheiden. Strahlungswärme sorgt oft für ein gleichmäßigeres Wandklima, was das Risiko von kalten Wandflächen reduziert.

Regelbarkeit, Steuerung und Smart-Home-Integration

Moderne Geräte lassen sich präzise steuern.

Viele Infrarotheizungen arbeiten mit externen Raumthermostaten. Es gibt Modelle mit WLAN, App-Steuerung und Zeitprogrammen.

Konvektoren besitzen oft integrierte Thermostate. Auch hier sind smarte Varianten verfügbar.

Wichtige Steuerungsfunktionen:

  • Wochenprogramme
  • Temperaturabsenkung nachts
  • Fenster-offen-Erkennung
  • Fernsteuerung per App

Eine gute Regelung entscheidet stark über die tatsächlichen Betriebskosten.

Wirtschaftlichkeit im Langzeitvergleich: Betriebskosten und Gesamtkonzept

Die Anschaffungskosten sind meist überschaubar. Die laufenden Kosten hängen direkt vom Strompreis ab.

Infrarotheizungen sind oft etwas teurer in der Anschaffung, aber wartungsarm. Konvektoren sind günstig erhältlich, können jedoch bei Dauerbetrieb hohe Stromkosten verursachen.

Langfristig lohnt sich eine einfache Rechnung:

  • Heizleistung in Watt
  • Laufzeit pro Tag
  • Strompreis pro kWh

Erst mit realistischen Annahmen erkennst du, welches System für dich wirtschaftlich ist.

Entscheidungshilfe: Welche Heizung passt zu dir?

Wähle eine Infrarotheizung, wenn …

  • du ein gleichmäßiges, direkt spürbares Wärmegefühl möchtest
  • dein Raum gut gedämmt ist
  • du einzelne Räume gezielt beheizen willst
  • du möglichst wenig Luftbewegung im Raum haben möchtest
  • du eine wartungsarme Lösung ohne bewegliche Teile bevorzugst
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Wähle einen Konvektor, wenn …

  • du einen Raum schnell aufheizen möchtest
  • du eine flexible, mobile Lösung suchst
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Wenn du unsicher bist, lohnt sich ein kurzer Praxistest in einem einzelnen Raum. So merkst du schnell, welches Wärmegefühl besser zu dir passt.

FAQ: Häufige Fragen zu Infrarotheizung und Konvektor

Kann ich eine Infrarotheizung oder einen Konvektor als alleinige Hauptheizung nutzen?

Welche Heizart ist sicherer im Betrieb?

Eignen sich beide Systeme für das Badezimmer?

Gibt es Förderungen für elektrische Heizsysteme?

Wie lange halten Infrarotheizungen und Konvektoren?

Fazit: Die richtige Entscheidung hängt vom Nutzungskonzept ab

Ob Infrarotheizung oder Konvektor besser zu dir passt, hängt weniger vom Gerät selbst ab, sondern davon, wie und wo du heizt. Strahlungswärme fühlt sich oft angenehmer an und kann in gut gedämmten Räumen effizient wirken. Konvektoren punkten mit Flexibilität und schneller Reaktion.

Wichtig ist, dass du dein Gebäude ehrlich einschätzt. Wie gut sind Wände und Fenster gedämmt? Wie lange hältst du dich im Raum auf? Und wie hoch ist dein Strompreis?

Wenn du bereit bist, ein wenig zu testen und dein Heizverhalten anzupassen, kannst du mit beiden Systemen gute Ergebnisse erzielen. Entscheidend ist nicht die Werbung des Herstellers, sondern dein eigenes Nutzungskonzept.

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