Stromverbrauch von Infrarotheizungen: Kosten realistisch berechnen

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Der Stromverbrauch von Infrarotheizungen lässt sich grundsätzlich einfach berechnen. Du brauchst dafür die elektrische Leistung des Heizpanels und musst wissen, wie lange es tatsächlich eingeschaltet ist. Genau beim zweiten Punkt entstehen jedoch häufig unrealistische Kostenrechnungen.

Ein Heizpanel mit 1.000 Watt verbraucht eine Kilowattstunde Strom, wenn es eine Stunde lang mit voller Leistung läuft. Wird es über ein Thermostat geregelt, kann die tatsächliche Einschaltdauer deutlich kürzer als die gesamte Nutzungsdauer sein. Wie oft die Heizung nachheizen muss, hängt allerdings stark vom Raum, vom Gebäude und von der gewünschten Temperatur ab.

Deshalb gibt es keine seriöse Antwort nach dem Muster „Eine Infrarotheizung kostet X Euro im Monat“. Mit einigen nachvollziehbaren Annahmen kannst du deine möglichen Heizkosten aber recht gut abschätzen.

Wie berechnet sich der Stromverbrauch einer Infrarotheizung?

Stromverbrauch einer Infrarotheizung mit Leistung und Betriebsdauer berechnen

Für die grundlegende Berechnung brauchst du nur zwei Werte: die elektrische Leistungsaufnahme der Infrarotheizung und ihre effektive Betriebsdauer.

Die Formel lautet:

Stromverbrauch in kWh = Leistung in kW × Betriebsdauer in Stunden

Eine Infrarotheizung mit 800 Watt hat eine Leistung von 0,8 Kilowatt. Läuft sie tatsächlich fünf Stunden mit voller Leistung, ergibt sich:

0,8 kW × 5 Stunden = 4 kWh

Bei zehn solchen Betriebstagen wären es 40 kWh, bei 30 Tagen entsprechend 120 kWh.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Watt beziehungsweise Kilowatt und Kilowattstunden. Watt und Kilowatt beschreiben die Leistung eines Geräts. Kilowattstunden geben dagegen an, wie viel elektrische Energie verbraucht wurde.

Die Angabe „800 Watt“ sagt deshalb allein noch wenig über deine Stromrechnung aus. Erst zusammen mit der Betriebsdauer lässt sich daraus ein Verbrauch berechnen.

Nennleistung und tatsächliche Laufzeit sind nicht dasselbe

Infrarotheizung mit Thermostat und tatsächlicher Heizzeit von vier Stunden

Eine der häufigsten Fehlannahmen bei der Berechnung lautet: „Die Heizung ist acht Stunden eingeschaltet, also verbraucht sie acht Stunden lang ihre volle Leistung.“

Bei einer thermostatgeregelten Infrarotheizung muss das nicht stimmen.

Angenommen, du stellst das Thermostat morgens auf die gewünschte Raumtemperatur und lässt es acht Stunden aktiv. Zunächst kann die Heizung längere Zeit durchgehend arbeiten. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, schaltet das Thermostat das Heizpanel je nach Regelung zeitweise aus und später wieder ein.

Entscheidend für den Verbrauch ist damit die effektive Einschaltdauer.

Ist eine 1.000-Watt-Heizung innerhalb von acht Stunden insgesamt vier Stunden eingeschaltet, lautet die Rechnung:

1 kW × 4 Stunden = 4 kWh

Nicht:

1 kW × 8 Stunden = 8 kWh

Das Thermostat macht die Heizung dabei nicht effizienter in dem Sinne, dass während des Betriebs weniger elektrische Energie für dieselbe Leistungsaufnahme benötigt würde. Es begrenzt den Verbrauch, indem es die Heizung abschaltet, wenn keine weitere Wärmezufuhr erforderlich ist.

Wie hoch der Einschaltanteil tatsächlich ausfällt, lässt sich nicht pauschal festlegen.

Was kostet eine Infrarotheizung pro Stunde?

Möchtest du zunächst die maximalen Stromkosten pro Betriebsstunde kennen, ist die Rechnung besonders einfach:

Kosten pro Stunde = Leistung in kW × Strompreis in €/kWh

Für die folgenden Beispiele nehme ich einen reinen Rechenwert von 0,35 Euro pro kWh. Das ist keine Aussage über deinen aktuellen Stromtarif. Für eine persönliche Berechnung solltest du den Arbeitspreis aus deinem Stromvertrag oder deiner letzten Abrechnung verwenden.

LeistungVerbrauch bei 1 Stunde VolllastKosten bei 0,35 €/kWh
300 W0,3 kWh0,11 €
500 W0,5 kWh0,18 €
600 W0,6 kWh0,21 €
800 W0,8 kWh0,28 €
1.000 W1,0 kWh0,35 €
1.200 W1,2 kWh0,42 €

Bei den Beträgen handelt es sich um die variablen Stromkosten während einer vollen Betriebsstunde. Der Grundpreis deines Stromtarifs ist darin nicht enthalten.

Gerade bei mehreren Heizpanelen solltest du nicht nur auf die einzelne Heizung schauen. Drei Geräte mit jeweils 800 Watt ergeben zusammen bereits eine installierte Leistung von 2,4 kW.

Stromkosten einer Infrarotheizung selbst berechnen

Für eine monatliche Kostenschätzung kannst du die Formel erweitern:

Monatlicher Verbrauch = Leistung in kW × effektive Betriebsstunden pro Tag × Nutzungstage

Anschließend:

Stromkosten = Verbrauch in kWh × Arbeitspreis in €/kWh

Nehmen wir als Beispiel eine Infrarotheizung mit 800 Watt. Sie ist zwar über einen längeren Zeitraum verfügbar, kommt durch die Thermostatregelung nach deiner Annahme aber auf durchschnittlich vier effektive Betriebsstunden pro Tag.

Bei 30 Nutzungstagen ergibt sich:

0,8 kW × 4 Stunden × 30 Tage = 96 kWh

Mit unserem angenommenen Arbeitspreis von 0,35 Euro pro kWh wären das:

96 kWh × 0,35 €/kWh = 33,60 Euro

Die 33,60 Euro sind keine Prognose für einen bestimmten Raum. Das Beispiel zeigt lediglich, wie du mit einer angenommenen Einschaltdauer rechnen kannst.

Drei Rechenbeispiele im Vergleich

Wie stark sich Leistung und Betriebsdauer auswirken, wird mit drei Szenarien deutlicher:

LeistungEffektive Laufzeit/TagVerbrauch in 30 TagenKosten bei 0,35 €/kWh
600 W3 Stunden54 kWh18,90 €
800 W4 Stunden96 kWh33,60 €
1.000 W5 Stunden150 kWh52,50 €

Diese Beispiele dürfen nicht als typische Monatswerte verstanden werden. Besonders die angenommene effektive Laufzeit kann in der Praxis erheblich abweichen.

Welche Faktoren beeinflussen den Stromverbrauch?

Die Leistungsaufnahme des Heizpanels kannst du am Typenschild oder in den technischen Daten nachlesen. Viel schwieriger vorherzusagen ist, wie lange die Heizung laufen muss, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.

Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen.

Wärmedämmung des Gebäudes

Ein gut gedämmter Raum verliert langsamer Wärme als ein schlecht gedämmter Raum. Muss ständig verlorene Wärme ersetzt werden, verlängert sich die notwendige Betriebsdauer der Heizung. Gerade bei einer Infrarotheizung im Altbau sollte deshalb der energetische Zustand des Gebäudes in die Planung einbezogen werden.

Fenster, Außenwände, Dachflächen und der allgemeine energetische Zustand des Gebäudes haben deshalb erheblichen Einfluss auf den Heizbedarf.

Außentemperatur

Bei niedrigen Außentemperaturen nimmt der Wärmeverlust eines beheizten Gebäudes normalerweise zu. Eine Rechnung auf Grundlage eines milden Herbsttages lässt sich daher nicht einfach auf einen kalten Wintertag übertragen.

Auch Monatswerte können erheblich schwanken.

Gewünschte Raumtemperatur

Ob du einen Raum auf beispielsweise 18 oder 22 °C halten möchtest, beeinflusst ebenfalls den Wärmebedarf. Je größer die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen ist, desto mehr Wärme geht tendenziell über die Gebäudehülle verloren.

Das Thermostat muss die Heizung entsprechend häufiger oder länger einschalten.

Größe und Lage des Raumes

Die reine Quadratmeterzahl reicht für eine belastbare Einschätzung des Heizbedarfs nicht aus.

Ein innenliegender Raum mit beheizten Nachbarräumen hat andere Voraussetzungen als ein Eckzimmer mit mehreren Außenflächen. Auch Raumhöhe, Fensterflächen, Dämmstandard und Luftwechsel wirken sich aus.

Deshalb solltest du pauschale Angaben wie „X Watt pro Quadratmeter reichen immer“ mit Vorsicht betrachten. Solche Faustwerte können höchstens einer groben Orientierung dienen und ersetzen keine Heizlastberechnung.

Lüften und Luftwechsel

Beim Lüften wird warme Raumluft gegen kühlere Außenluft ausgetauscht. Die verlorene Wärme muss anschließend wieder zugeführt werden.

Das bedeutet nicht, dass du möglichst wenig lüften solltest. Ein sinnvoller Luftaustausch bleibt wichtig. Für den Stromverbrauch macht es aber einen Unterschied, wie häufig und wie lange gelüftet wird und welche Temperaturen draußen herrschen.

Nutzung des Raumes

Ein Arbeitszimmer, das nur einige Stunden am Tag genutzt wird, stellt andere Anforderungen als ein dauerhaft beheiztes Wohnzimmer.

Genau hier kann eine elektrische Direktheizung interessant sein: Bei einem begrenzten Einsatz kann die einfache und schnell regelbare Wärmeversorgung praktisch sein. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass Infrarot für eine dauerhaft beheizte Wohnung wirtschaftlich die beste Lösung ist.

Wie hoch ist der maximale Stromverbrauch?

Für eine obere rechnerische Grenze kannst du davon ausgehen, dass die Heizung während des gesamten betrachteten Zeitraums mit ihrer Nennleistung arbeitet.

Eine Infrarotheizung mit 1.000 Watt würde bei acht Stunden durchgehendem Betrieb verbrauchen:

1 kW × 8 Stunden = 8 kWh

Bei 30 Tagen:

8 kWh × 30 = 240 kWh

Mit einem angenommenen Arbeitspreis von 0,35 Euro pro kWh wären das:

240 kWh × 0,35 €/kWh = 84 Euro

Das ist der rechnerische Verbrauch für acht tägliche Volllaststunden. Schaltet ein Thermostat die Heizung zwischendurch ab, fällt der tatsächliche Verbrauch entsprechend geringer aus.

Eine solche Maximalrechnung ist trotzdem nützlich. Sie zeigt dir, welche Größenordnung im ungünstigen Fall möglich wäre und verhindert, dass du mit einer frei angenommenen niedrigen Thermostat-Laufzeit kalkulierst.

Mehrere Infrarotheizungen richtig berechnen

Soll eine Wohnung oder ein größerer Bereich mit mehreren Heizpanelen beheizt werden, musst du deren Verbrauch zusammen betrachten.

Nehmen wir drei Heizungen an:

  • Wohnzimmer: 1.000 Watt
  • Arbeitszimmer: 600 Watt
  • Schlafzimmer: 500 Watt

Die gesamte installierte Leistung beträgt damit 2.100 Watt beziehungsweise 2,1 kW.

Das bedeutet aber noch nicht, dass permanent 2,1 kWh pro Stunde verbraucht werden. Die Heizungen können unterschiedliche Solltemperaturen haben und durch ihre Thermostate zu verschiedenen Zeiten ein- und ausgeschaltet werden.

Für eine bessere Schätzung solltest du deshalb jedes Gerät einzeln berechnen und die Ergebnisse anschließend addieren.

Beispielsweise:

Wohnzimmer: 1,0 kW × 4 Stunden = 4,0 kWh

Arbeitszimmer: 0,6 kW × 3 Stunden = 1,8 kWh

Schlafzimmer: 0,5 kW × 1 Stunde = 0,5 kWh

In diesem Beispiel ergeben sich insgesamt:

4,0 + 1,8 + 0,5 = 6,3 kWh pro Tag

Bei einem Rechenwert von 0,35 Euro pro kWh wären das 2,21 Euro pro Tag.

Über 30 identische Nutzungstage ergäben sich 189 kWh beziehungsweise 66,15 Euro. In der Realität werden die Tage während einer Heizperiode natürlich nicht identisch verlaufen.

Wie kannst du den tatsächlichen Verbrauch ermitteln?

Stromverbrauch einer Infrarotheizung mit Strommessgerät messen

Eine Berechnung vor dem Kauf kann immer nur eine Abschätzung sein. Wenn eine Infrarotheizung bereits vorhanden ist, ist der gemessene Verbrauch wesentlich aussagekräftiger.

Bei einem geeigneten steckerfertigen Gerät kann ein passendes Strommessgerät den Energieverbrauch in kWh erfassen. Bei fest angeschlossenen Heizungen oder mehreren Heizkreisen kommen andere Messmöglichkeiten infrage. Arbeiten an der festen Elektroinstallation gehören dabei in die Hände einer Elektrofachkraft.

Interessant ist vor allem eine Messung über einen ausreichend langen Zeitraum. Der Verbrauch eines einzelnen milden Tages sagt wenig darüber aus, was während einer kalten Winterwoche passiert.

Für eine brauchbare Einordnung solltest du außerdem Außentemperatur, eingestellte Raumtemperatur und Nutzungsdauer berücksichtigen. So erkennst du eher, warum sich der Verbrauch verändert.

Warum Infrarotheizungen nicht weniger Strom pro erzeugter Wärme „zaubern“

Infrarotheizungen gehören zu den elektrischen Direktheizungen. Elektrische Energie wird im Gerät unmittelbar in Wärme umgewandelt.

Ihr besonderes Merkmal ist die Art der Wärmeabgabe. Ein relevanter Teil der Wärme gelangt als Wärmestrahlung in den Raum und trifft dort auf Personen und Oberflächen. Gleichzeitig entsteht im Raum auch Konvektion, sodass die Raumluft ebenfalls erwärmt wird.

Dieses Wärmegefühl kann die Nutzung beeinflussen. Es bedeutet aber nicht, dass eine Infrarotheizung aus einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Raumwärme erzeugt.

Das unterscheidet sie grundlegend von einer Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe nutzt elektrische Energie, um zusätzliche Wärme aus der Umgebung auf ein nutzbares Temperaturniveau zu bringen. Deshalb kann sie je eingesetzter Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme bereitstellen.

Für einen reinen Vergleich der laufenden Heizkosten darfst du eine Infrarotheizung und eine Wärmepumpe daher nicht allein anhand des Strompreises gegenüberstellen.

Wann kann der Stromverbrauch trotzdem überschaubar bleiben?

Die hohen Kosten pro Kilowattstunde Wärme bedeuten nicht, dass eine Infrarotheizung für jeden Einsatz ungeeignet ist.

Entscheidend ist, wie viel Wärme du insgesamt benötigst und wie häufig du heizt.

Für einen selten genutzten Raum kann beispielsweise eine einfach installierbare elektrische Heizung wirtschaftlich anders zu bewerten sein als für ein komplettes Wohnhaus mit dauerhaftem Wärmebedarf. Ob beispielsweise eine Infrarotheizung im Bad oder Schlafzimmer sinnvoll ist, hängt deshalb stark von Nutzungsdauer, Wärmebedarf und den Bedingungen des jeweiligen Raums ab.

Niedrige Anschaffungskosten können bei geringer Nutzung stärker ins Gewicht fallen.

Anders sieht es aus, wenn mehrere leistungsstarke Heizungen während der gesamten Heizperiode viele Stunden am Tag benötigt werden. Dann summiert sich der Stromverbrauch schnell.

Eine sinnvolle Kostenbetrachtung sollte deshalb Anschaffung, gegebenenfalls Installation und vor allem die erwarteten laufenden Energiekosten berücksichtigen.

Gibt es günstigeren Heizstrom für Infrarotheizungen?

Du solltest nicht automatisch davon ausgehen, dass eine Infrarotheizung über einen günstigen Heizstromtarif betrieben werden kann.

Ob ein spezieller Tarif verfügbar und technisch nutzbar ist, hängt unter anderem vom Anbieter, Netzgebiet, Messkonzept und den jeweiligen Tarifbedingungen ab. Eine getrennte Messung kann zusätzliche Kosten verursachen.

Auch die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass vergünstigter Heizstrom für Infrarotheizungen nur unter bestimmten technischen und tariflichen Voraussetzungen verfügbar ist.

Für deine persönliche Kostenrechnung ist deshalb zunächst der Arbeitspreis sinnvoll, den du für den Betrieb der Heizung tatsächlich bezahlen würdest.

Auch dynamische Stromtarife ändern die grundlegende Rechnung nicht. Ein niedriger Preis zu bestimmten Stunden hilft nur dann, wenn der Heizbedarf zeitlich entsprechend verschoben werden kann. Eine Direktheizung besitzt im Gegensatz zu einem klassischen Speichersystem keine große integrierte Wärmereserve.

Photovoltaik macht den Heizstrom nicht automatisch kostenlos

Eine eigene Photovoltaikanlage kann einen Teil des Strombedarfs einer Infrarotheizung decken. Bei der Kalkulation solltest du diesen Anteil aber nicht einfach mit null Euro ansetzen.

Entscheidend ist, ob die PV-Anlage genau dann ausreichend Strom produziert, wenn die Heizung ihn benötigt. Gerade während der Heizperiode sind die Erträge geringer als in den sonnenreichen Monaten, während der Wärmebedarf häufig besonders hoch ist.

Hinzu kommt der wirtschaftliche Wert des selbst erzeugten Stroms. Wird er zum Heizen verwendet, kann er beispielsweise nicht gleichzeitig für andere Verbraucher genutzt oder ins Netz eingespeist werden.

Eine PV-Anlage kann die Stromrechnung einer Infrarotheizung also beeinflussen. Sie macht eine elektrische Direktheizung aber nicht automatisch zu einer kostenlosen Heizung.

So bekommst du eine realistische Kostenschätzung

Wenn du vor dem Kauf abschätzen möchtest, was eine Infrarotheizung kosten könnte, würde ich nicht mit einer einzigen vermeintlich exakten Zahl rechnen. Sinnvoller sind mehrere Szenarien.

Dafür kannst du folgendermaßen vorgehen:

  1. Ermittle die vorgesehene elektrische Leistung aller Heizgeräte.
  2. Verwende deinen tatsächlichen Arbeitspreis pro kWh.
  3. Berechne zunächst den maximalen Verbrauch bei durchgehendem Betrieb.
  4. Erstelle zusätzlich mehrere Szenarien mit unterschiedlichen effektiven Laufzeiten.
  5. Berücksichtige, wie häufig und in welchen Monaten der Raum beheizt wird.
  6. Vergleiche bei einer größeren Investition auch Anschaffungs- und Installationskosten mit möglichen Alternativen.
  7. Miss den tatsächlichen Verbrauch, sobald die Heizung in Betrieb ist.

Besonders vorsichtig wäre ich mit Berechnungen, die von einer festen täglichen Thermostat-Laufzeit ausgehen und diese als allgemein gültig darstellen. Ohne Kenntnis des Gebäudes und des tatsächlichen Wärmebedarfs ist diese Größe nicht zuverlässig vorhersehbar.

Fazit: Die Laufzeit entscheidet über die Stromkosten

Der Stromverbrauch einer Infrarotheizung lässt sich mathematisch leicht berechnen: Leistung in Kilowatt × effektive Betriebsstunden ergibt den Verbrauch in Kilowattstunden. Für die Stromkosten multiplizierst du diesen Wert anschließend mit deinem Arbeitspreis.

Schwieriger ist die Frage, wie viele Betriebsstunden tatsächlich notwendig sein werden. Dämmung, Außentemperatur, Raumlage, gewünschte Temperatur und Nutzungsverhalten können den Heizbedarf erheblich verändern.

Für einen gelegentlich beheizten Raum können dadurch überschaubare Verbrauchswerte entstehen. Soll eine Infrarotheizung dagegen große Wohnbereiche dauerhaft beheizen, solltest du die möglichen jährlichen Stromkosten besonders sorgfältig kalkulieren. Die Wattzahl auf dem Heizpanel ist dafür nur der Ausgangspunkt.

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